Jaguar Cars hat heute Details eines umfassenden Businessplans bekannt gegeben, der das Unternehmen umgestalten und die Faktoren ins Blickfeld rücken wird, die bislang mitverantwortlich für negative Entwicklungen waren.

 Der Plan beinhaltet: 

  • Produkt-Neuheiten, inklusive eines neuen XK in Voll-Aluminium-Bauweise; Stärkung der XJ-Palette mit einem Premium Diesel-Motor in Europa and einer neuen Version mit langem Radstand für die USA, einen neuen High-Performance X-TYPE Diesel in Europa und die Einführung des X-TYPE Estate in den USA.

  • Aktionen in den verschiedenen Märkten, darunter eine Bewertung von Jaguars-Handel und der Infrastruktur der Märkte in aller Welt sowie ein verbessertes Ertragsmanagement, das sich auf verbesserte Serien Modellpflege gründet.

  • Kostenreduzierende Maßnahmen, darunter die Schließung des Montagebetriebes in der Browns Lane, der Transfer von 425 Arbeitsplätzen nach Castle Bromwich; großzügige Abfindungen für 400 Kündigungswillige in Browns Lane sowie eine Reduktion von 750 Positionen unter Mitarbeitern und Agenturen. Zusätzlich wird sich Jaguar zum Ende des Saison 2004 aus der Formel 1 zurückziehen.

  • In Coventry werden in der Browns Lane weiterhin der Hauptsitz von Jaguar Cars sowie die Holzfurnier-Produktion verbleiben. Die Jaguar Produktentwicklung wird in Whitley, ebenfalls Coventry, bleiben.

Mit diesen kurz- und mittelfristigen Maßnahmen wird sich Jaguar besser auf die derzeitigen Herausforderungen im Markt einstellen und außerdem fundamentale Strukturen und Zukunftsstrategien entwickeln können. Sie begründen Jaguars Fundament für den Rest dieser Dekade.

 

Schlüsselpositionen des Plans:

 

Produkte: 

• Neuer XK Vollaluminium-Sportwagen

Bestätigung eines neuen Sportwagens mit der Codenummer X150, der Anfang 2006 in den Handel kommt. Es wird sich um ein Voll-Aluminium-Fahrzeug handeln, das außerdem das erste Produktionsfahrzeug ist, das Jaguars neue Designsprache verkörpert, die von Chefdesigner Ian Callum entwickelt wurde.

 

• Signifikante Stärkung der XJ Palette

Die XJ Baureihe wird durch eine Premium Diesel-Variante gestärkt, um so der gesteigerten Nachfrage an im Segment der Luxus-Limousinen mit Dieselantrieb in Europa zu entsprechen. Die Dieselversion dews XJ wird 2005 im Handel sein. Die neue Langversion des XJ, die auf den US-Amerikanischen Markt abzielt und enorm positive Resonanz gefunden und geht gerade in den Verkauf  

 

• Neuer High Performance X-TYPE Diesel

Die Marktstellung der X-TYPE wird durch einen High Performance Dieselmotor verbessert, der 2005 zusätzlich zu den bislang angebotenen Diesel- und Einspritzmotoren auf den Markt kommt.   

 

•  X-TYPE Estate auch für die USA

Der X-TYPE Estate (Kombi) wird nun auch auf dem US-Markt angeboten, um die X-TYPE Palette in diesem für Jaguar wichtigsten Markt zu vergrößern.

 

Handel und Vertrieb:  

• Angebot und Nachfrage anpassen

Jaguar hat eine Senkung der Fahrzeugproduktion um 15.000 Einheiten bisd Haresende bekannt gegeben, um so die Lagerhaltung mit der aktuellen Nachfrgae in Einklang zu bringen.

 

• Marktstrategie and Absatz

Jaguar prüft Infrastrukturen in Handel und Märkten in aller Welt mit dem Ziel, sowohl Händler als auch Gesamtergebnis profitabler zu gestalten. Zu diesem Zweck wurde kürzlich eine neue Position auf Vorstandsebene geschaffen, die von Mike Wright, dem früheren Managing Director von Jaguar Cars, bekleidet wird. Jaguar wird die optimale Lösung für jeden Markt finden, in dem Jaguar, Land Rover und die  Fahrzeuge der Premier Automotive Group vertreten sind. 

  

• Erlös-Management, Marke und Marketing

Jaguar wird sich bei Marketing-Aktionen auf den einzigartigen Ruf der Marke als Produzent herausragender und schneller Fahrzeuge konzentrieren. 

 

Schlankere Kostenstruktur

• Zusammenführung der Produktion von Aluminium-Fahrzeugen in Castle Bromwich

Die Produktion und Montage des XJ sowie der neuen XK Baureihe, die beide in Alumimium-Bauweise hergestellt werden, wird in Castle Bromwich in Birmingham zentriert. Diese Maßnahme garantiert eine voll integrierte, effiziente sowie technisch fortschrittliche Produktionsstätte, in der parallel Paneele gefertigt, Karosserien montiert und die Endfertigung unter einem vonstatten gehen werden.

 

• Produktionseinstellung in der Fahrzeugmontage in Browns Lane, Beibehaltung der Holzfurnier-Produktion

Die Monatagebänder der Fahrzeugproduktion in der Browns Lane werden im September 2005 stillgelegt. Die Holzfurnier-Werkstatt mit 310 Mitarbeitern verbleibt hingegen an dieser Produktionsstätte. Dieser Spezialbetrieb produziert in einer einzigartigen Kombination aus traditionellen handwerklichen Fähigkeiten und hoch technisierten Vorgängen die Edelholzfurniere für Jaguar, Land Rover und Aston Martin. 

 

• Transfer von 425 Arbeitsplätzen nach Castle Bromwich und großzügige Regelung bei freiwilligen Kündigungen von 400 Mitarbeitern in Browns Lane

425 Arbeitsplätze werden für jenen Mitarbeiter, die dies wünschen, von Browns Lane nach Castle Bromwich transferiert, wo die Endmontage der XJ Limousine und des neuen X150 Sportwagens erfolgen wird, der ab Anfang 2006 hier produziert wird. Die Abfindungsvereinbarungen für 400 Mitarbeiter, die bereit sind, ihre Arbeitsverträge freiwillig aufzulösen, werden die großzügigsten sein, die es jemals bei Jaguar gab. Jaguar wird dabei eng mit den Gewerkschaften, der Regierung und örtlichen Entwicklungsgesellschaften zusammen arbeiten und das Unterstützungsprogramm beaufsichtigen.

 

• Abbau von 750 Angestellten-Positionen.

 

• Zusätzliche Synergieeffekte im Back Office-Bereich mit Land Rover wird Jaguar schlanker machen.  Es wird eine freiwilliger Stellenabbau von 500 Angestellten sowie eine Reduzierung von 250 Arbeitsplätzen in Agenturen erfolgen. Diese Reduzierungen sind wesentlicher Bestandteil zugunsten einer strafferen Organisation und Kostenreduktion sowie der Anpassung des Jaguar-Geschäftsbereichs. 

 

Weitere Maßnahmen:

• Jaguar Hauptverwaltung und der Jaguar Daimler Heritage Trust bleiben in der Browns Lane in Coventry.

Jaguar hat sehr starke Bindungen zu Coventry. Die Firma – und ihre Vorläufer – sind seit 1928 an diesem Ort. Als ein Teil der Neustrukturierung wurde es als wichtig erachtet, dass die Jaguar-Verwaltung in der Browns Lane in Coventry verbleibt. Bibiana Boerio, Managing Director von Jaguar, wird hier ihren Sitz haben. Die Verwaltung zusammen mit dem JDHT und der Holzfurnier-Produktion werden einen Teil der Anlagen in Browns Lane beanspruchen. Der Rest wird verkauft werden und einer Restrukturierung zugeführt werden.

 

• Whitley wird als Jaguar Product Development Centre beibehalten. Wissenschafts- und Business-Park wird gemeinsam mit der Stadt Coventry zu einem High-Tech-Zentrum ausgebaut.

Whitley wird als Jaguar Product Development Centre, wo alle zukünftigen Jaguar designed und entwickelt werden, beibehalten. Jaguar wird dabei gemeinsam mit der Stadt Coventry und anderen örtlichen Einrichtungen die weitere Entwicklung des Wissenschafts- und Business-Parks voran treiben, für den es bereits Planungs-Garantien gibt.

 

• Jaguar zieht sich Ende 2004 aus der Formel 1 zurück.

Als Teil der Maßnahmen um Jaguar zurück auf die Erfolgsspur zu bringen und der Konzentratin auf das Kerngeschäft wird sich Jaguar mit Ablauf der Saison 20004 aus der Formel 1 zurück. Weitere Details hierzu am Ende dieser Meldung.

 

 

Joe Greenwell, Chairman und CEO Jaguar and Land Rover: ""Unser neuer Business-Plan wurde entwickelt nachdem durch das Jaguar Management-Team eine eingehende Bestandsaufnahme erfolgte. Wir erarbeiteten eine Reihe von Alternativen und ich würde diese Maßnahmen heute nicht verkünden, wenn ich nicht absolut sicher wäre, dass es die richtigen und dringend notwendigen Maßnahmen sind."

 

"Der Plan ist breit angelegt, erstreckt sich über einige Jahre und berührt die meisten Aspekte des Geschäfts. Er beinhaltet auch einige einschneidende Maßnahmen, die wir nicht auf die leichte Schulter nehmen. Doch dies alles ist ein Resultat des weltweit hart umkämpften Geschäfts, das wir betreiben."

 

"Fakt ist, dass wir es trotz einer signifikanten Steigerung der Verkaufszahlen und dem Erreichen einer exzellenten Qualität nicht geschafft haben, mit dem Marschtempo unserer deutlich größeren Mitbewerber Schritt zu halten. Wir haben eine zu große Kapazität, und dies ist unser hauptsächliches Strukturproblem. Unser Ergebnis hat sich im Verlauf dieses Jahres weiter verschlechtert; Gründe hierfür sind die Dollarschwäche, unvorhersehbare Einbrüche im Segment der Premium-Automobile und die Hinwendung von Premiumfahrzeugen hin zum SUV. Wir hatten keine andere Möglichkeit als Maßnahmen zu ergreifen, und ich bin mir sicher, dass alle Elemente dieses Plans wichtig sind, wenn wir die anstehenden Aufgaben bewältigen wollen."

 

Greenwell bestätigte außerdem, dass es trotz der schwierigen Umstände die Absicht sei, die Restrukturierung auf freiwilliger Basis zu schaffen: "Wir verkünden heute diese Maßnahmen, welche die Arbeit von einigen Menschen betreffen, mit großem Bedauern. Ich kann Ihnen jedoch meine Versicherung geben, dass wir die Betroffenen unterstützen werden."

 

Greenwell resümierte: "Das Maßnahmenpaket, dass wir heute verkünden, zielt auf die Problembereiche, auf die wir reagieren müssen, und es wird mithelfen, Jaguar eine rosige Zukunft zu sichern, die auf einer starken Produktpalette. schlankerer Kostenstruktur und dem Ausnutzen von Marktnischen basiert.  Ich glaube, dass dieser Plan für Jaguars Zukunft essentiell ist und es uns ermöglichen wird, positiv zum Gesamtergebnis der Ford Motor Company beizutragen."

 

Mark Fields, Ford Motor Company, Executive Vice President – Premier Automotive Group and Ford of Europe, sagte:  Entschlossenes Handeln ist nötig, um Jaguar zurück auf die Erfolgspur zu bringen und eine lebendige Zukunft zu sichern. Trotz der Maßnahmen, die in den vergangenen Jahren vom Firmen-Management ergriffen wurden und trotz der Tatsache, dass Jaguar wieder die höchst eingeschätzte Marke in Bezug auf Produktqualität ist, befindet sich Jaguar wieder in einer ernsten Verlustsituation. Es gibt zwar eine Reihe externer Faktoren, welche die Situation verschärft haben, doch wir müssen auch der Tatsache ins Auge sehen, dass sich Jaguar mit 125.000 verkauften Fahrzeugen nicht drei Montagewerke leisten kann."

 

Fields, Fords wichtigster Mann in Europa, fügte hinzu: ""Fertigungskapazitäten sind, obwohl wichtiger Faktor, nur ein Teil des Problems und dessen Lösung. Was wir ausgearbeitet haben, ist eine Reihe von Maßnahmen um Jaguar zu stärken. Diese beinhalten auch eine schlankere Organisations-Struktur auf der Kostenseite der Gleichung, sowie auf der Ergebnis- und Markenseite ein Paket mit Produkt- und Marketingaktionen, welche die Firma in einer Art und Weise vorwärts bringen wird, die für die Marke besser geeignet ist und sich in einem besseren Ergebnis niederschlagen wird."

 

Mark Fields schloss mit den Worten: "Es gibt eine massive weltweite Affinität zur Marke Jaguar, aber offen gesagt, haben wir ein Geschäftsmodell betrieben, das wenig Chancen für Profitabilität bot, wenn nicht gerade die Wechselkurse günstig stehen. Und dies muss sich ändern. Wir müssen uns den Herausforderungen sowohl strategischer als auch taktischer Art stellen und dise in Bezug auf alle Bereiche des Geschäfts. Dieser Plan hat den vollen Rückhalt und die Unterstützung des Ford Management-Teams. Joe und ich werden zusammen mit dem Jaguar-Team arbeiten, um den Plan umzusetzen."

 

Jim Padilla, Chief Operating Officer, Ford Motor Company und Chairman, Automotive Operations, sagte: "Jaguar ist eine der meist respektierten, eingeschätzten und begehrtesten Automarken der Welt.  Die Ford Motor Company ist gegenüber Jaguar und seinen Kunden verpflichtet, und wir werden die Unterstützung dieser wunderbaren Marke und des Management-Teams fortsetzen. Die Aktivitäten, die wir ab heute unternehmen, sind zwar schwierig, aber absolut notwendig um Jaguar wieder auf den richtigen Weg zu bringen und ein starkes und nachhaltiges Geschäft für die Zukunft zu sichern." future."

 

Die Marke Jaguar und die Ford Motor Company ziehen sich Ende 2004 von der Formel 1 zurück und bieten die verschiedenen Formel-1-Unternehmungen zum Verkauf an.

 

Joe Greenwell sagte: "Jaguars Auftritt in der Formel 1 war eine wertvolle Marketing- und Markenpräsenz-Plattform speziell außerhalb unserer wichtigsten Märkte ain den USA und in England. Wir sind jedoch übereinstimmend der Meinung, dass es an der Zeit ist, dass sich Jaguar Cars wieder zu einhundert Prozent auf das Kerngeschäft konzentriert."   

 

"Nach einer eingehenden Prüfung, die sich über die vergangenen Monate hinzog, hat die Ford Motor Company beschlossen, dass es für keine ihrer Marken eine zwingende Notwendigkeit gibt, in der Formel 1 anzutreten. Nachdem diese Entscheidung getroffen war, zielt unser Hauptaugenmerk darauf, unseren Formel-1-Unternehmungen und den darin beschäftigten Mitarbeitern die bestmögliche Zukunft zu sichern. Deshalb bieten wir unsere Formel-1-Unternehmungen zum Verkauf an."